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Grillabend im Garten

Heute waren ein paar Freunde bei mir im Garten. Die Männer staunten nicht schlecht, als ich ihnen meine Laube zeigte, die letztes Jahr noch ganz verrottet und vermodert aussah. Die habe ich ganz alleine wieder in Schuss bekommen. Ich habe die Hütte gestrichen, die verlegten Holzdielen geschliffen und das Dach neu geteert. Als ich den Garten letztes Jahr gekauft habe, war hier nix gemacht. Und nun ist alles top und auch schon bepflanzt. Ich habe ganz viele Erdebeeren gepflanzt, weil ich die am liebsten esse. Leider sind davon noch keine zu sehen, aber die kommen ja auch erst im Hochsommer. Ein bisschen Gemüse, Sträucher und Bäume musste ich auch pflanzen, denn so steht es in der Kolonieverordnung. Wir haben den ganzen Tag zusammen gesessen, Kaffee getrunken, geklatscht und getratscht und abends habe ich den Grill angeschmissen. Lisa und Nina haben Salat gemacht und die Männer haben das Fleisch mitgebracht. Das kann man denen auch nicht abnehmen, denn die wissen am besten, welches Fleisch gut zum grilen ist. Vom Grill haben sie mich dann auch weggeschubst, aber das kenn ich ja schon von der Arbeit. Meinetwegen solln sie mal machen. Ich habe Soßen geholt und ein paar Backkartoffeln vorbereitet. Das erste Mal in diesem Jahr das wir gegrillt haben. Das Wetter ist ja auch gerade erst wärmer geworden, so dass man abends auch etwas länger draussen sitzen kann, ohne sich den Arsch abzufrieren. Es war herrlich. Eine Weile stritten sich Martin und Stefan darum, ob das Fleisch schon durch ist oder nicht. Lisa ist vor lachen mit dem Stuhl hinten über gekippt als Martin anfing, Stefan mit der Grillzange zu bedrohen. Aber auf dem Rasen ist zum Glück nichts passiert.

2 Kommentare 27.5.11 09:36, kommentieren

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Mein Haus mit Garten

Ich wohne in einer kleinen Wohnung an der Stadtgrenze, weil ich dafür nicht viel zahlen muss. Ich spare schon seit fast 15 Jahren, weil ich mir ein Haus zulegen will. Ich habe schon immer davon geträumt, mir mein eigenes Reich zu schaffen, indem ich tun und lassen kann, was ich will. In dem ich alles so bebauen und bepflanzen kann wie ich will. Meine Löcher bohren wo ich will und meine Wände in Farben streichen, die ich mir aussuche. Meinen Garten so zu bepflanzen, wie ich das will. Ich habe zwar einen Garten in einer Kolonie, aber diese ganzen Statuten, wieviel Prozent der Fläche bepflanzt werden muss und welcher Teil davon Nutzplanzen sein muss und Mittagsruhe hier und Sonntags ist Ruhetag dort, das geht mir auf den Keks. Am liebsten hätte ich einen großen Garten hinten an meinem Haus dran.  Es muss nicht mal ein großes Haus sein, denn ich plane nicht zu heiraten und Kinder zu bekommen. Ich bin gern allein und hab meine Ruhe. Ich entspanne mich gerne im Grünen, lege mich einfach zurück und genieße die Sonne. Ich weiss, dass Haus und Hof auch mit einigen Instandhaltungsarbeiten verbunden sind, aber dafür spart man sich das Geld für die Miete.  Und Gartenarbeit ist für mich keine Arbeit, sondern auch Entspannung.  Ein paar Häuser habe ich mir über Kaufimmobilien auch schon rausgesucht und angesehen, aber so wirklich das richtige war noch nicht dabei. Ausserdem werde ich wohl noch etwas sparen müssen. Morgen habe ich einen Termin bei meiner Bank, um mich darüber beraten zu lassen, was für Kreditmöglichkeiten es gibt, oder ob ich nicht besser einen Bausparvertrag abschließen sollte. Die Anzahlung für ein Häuschen hätte ich jedenfalls schonmal in der Tasche. Darauf bin ich auch echt stolz.

1 Kommentar 17.5.11 13:43, kommentieren

Mein Job

Das war heute wieder mal ein krasser Tag. Als Klemptnerin hab ich aber auch echt kaum eine Chance, mich überhaupt zu beweisen. Die meisten Leute, zu denen ich geschickt werde, fragen mich erstmal blöd, wann denn mein Kollege kommt. Wenn ich ihnen dann sage, dass ich die Klemptnerin bin, gucken sie mich dann erst komisch an und versuchen sich dann mit ihrem Auftrag wieder herauszureden. Keiner von den männlichen Kunden traut mir zu, dass ich diese Arbeit kann. Meist sogar besser und schneller als meine Kollegen, meint mein Chef. Weil ich einfach fitter bin. Ich gehe zum Krafttraining. Nicht das die Männer mich noch auslachen, weil ich ein Rohr mal nicht abgedreht bekomme. Eine Rohrzange reicht ja nicht aus. Bei alten Rohren die schon verrostet sind, muss man auch ganz schön Kraft anwenden. Heute war ich wieder bei so einem typischen Fall. Als der Mann die Tür öffnete und ich ihm sagte, dass ich die Klempterin bin, sah er mich total ungläubig an. Zuerst fragte er mich, ob das ein Scherz sei. Danach meinte er mir weis machen zu müssen, dass er die Sache in der Zwischenzeit selber geregelt hat. Nachdem ich ihm meinen Ausbildungsschein gezeigt habe und den Ausweis meiner Firma, ließ er sich noch umstimmen, mich die Sache ansehen zu lassen. Viele Frauen machen den Beruf ja einfach deshalb nicht, weil der manchmal ganz schön eklig sein kann. Vor allem wenn irgendwo eine Toilette verstopft ist. Ich habe eine sehr hohe Ekelgrenze und mich schockt so schnell nichts. Deswegen kann ich auch den Dreck und Gestank ganz gut ertragen. Nur wenn die Leute selber dran Schuld sind, wie es ja meistens der Fall ist, regt mich das schon auf. Ich versuche ihnen dann auf meine sachliche Art zu erklären, dass sie das in Zunkunft sein lassen sollen.

1 Kommentar 12.5.11 15:26, kommentieren